Die Volleyballerinnen der TG Biberach mussten sich am zweiten Spieltag der Regionalliga Süd erstmals geschlagen geben. Nach einem 0:2-Satzrückstand kämpfte sich die Mannschaft um Trainer Dirk Lafarre eindrucksvoll zurück ins Spiel, erzwang den Tiebreak und sicherte sich trotz der knappen 2:3-Niederlage (18:25, 23:25, 25:13, 25:17, 10:15) einen weiteren wichtigen Punkt.
Dabei erwischten die Biberacherinnen erneut keinen guten Start. Vor allem in der Annahme fand die TG nur schwer ihren Rhythmus und machte sich durch eigene Unsicherheiten das Leben schwer. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs gelang es den Gästen, mehr Druck im eigenen Spielaufbau zu entwickeln. Der Satzverlust mit 18:25 konnte jedoch nicht mehr abgewendet werden. „Der erste Satz ist aktuell unser Problem. Wir finden zu schlecht ins Spiel“, analysierte Co-Trainer Peter Baur, der die Begegnung insgesamt jedoch als ausgeglichen bewertete.
Auch der zweite Satz begann alles andere als vielversprechend. Schnell lag die TG mit 0:8 zurück, nachdem insbesondere die fehlende Bewegung in der Annahme den Gastgeberinnen einen komfortablen Vorsprung ermöglicht hatte. Doch die Biberacherinnen bewiesen Moral und kämpften sich mit großem Teamgeist Punkt für Punkt zurück. Trotz weiterhin druckvoller Gmünder Aufschläge stabilisierte sich die Annahme zunehmend, wodurch auch im Angriff mehr Möglichkeiten entstanden. Am Ende fehlte jedoch das letzte Quäntchen Glück, sodass auch der zweite Durchgang knapp mit 23:25 an die DJK ging.
Was sich gegen Ende des zweiten Satzes bereits angedeutet hatte, setzte sich im dritten Durchgang eindrucksvoll fort. Mit deutlich mehr Spielfreude, Lockerheit und Selbstvertrauen übernahm die TG zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Plötzlich waren es die Gastgeberinnen, die kaum noch Lösungen gegen das druckvolle Biberacher Spiel fanden. Insbesondere Calla Hofmann, die später zur wertvollsten Spielerin (MVP) der TG gewählt wurde, setzte mit einer starken Aufschlagserie ein Ausrufezeichen und sorgte für eine komfortable Führung. Mit 25:13 ging der Satz deutlich an die TG.
Auch im vierten Durchgang knüpften die Biberacherinnen nahtlos an ihre starke Leistung an. Von Beginn an setzte die TG die Gastgeberinnen unter Druck, erspielte sich früh einen deutlichen Vorsprung und ließ sich diesen nicht mehr nehmen. Mit 25:17 sicherte sich Biberach souverän den Satzausgleich und damit bereits einen Punkt für die Tabelle.
Im entscheidenden fünften Satz wendete sich das Blatt jedoch erneut. Die Gastgeberinnen entschieden insbesondere die langen, umkämpften Ballwechsel für sich und hatten in einigen Situationen auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Die TG geriet früh in Rückstand und schaffte es trotz aller Bemühungen nicht mehr, diesen aufzuholen. Mit 10:15 ging der Tiebreak und damit der Sieg schließlich an Schwäbisch Gmünd. Trainer Dirk Lafarre sah die Ursache für den verpassten Sieg insbesondere in der noch fehlenden Erfahrung seiner Mannschaft: „Letztlich sind wir an unserer Unerfahrenheit gescheitert. Unser Potenzial konnten wir aber auch heute streckenweise sehr gut auf das Feld bringen. Die Konstanz müssen wir uns nun in den nächsten Trainings erarbeiten.“
Trotz der knappen Niederlage überwog bei den Biberacherinnen die Zufriedenheit über die kämpferische Leistung. „Nach dem schwachen Start haben wir uns immerhin noch mit einem Punkt belohnt. Das war wieder eine große Mannschaftsleistung“, resümierte Libera Sarah Gnann.
Nach zwei Auswärtsspielen steht der Aufsteiger mit drei Punkten auf dem fünften Tabellenplatz der Regionalliga Süd. Am kommenden Samstag, 17. Oktober, steht nun das erste Heimspiel der Saison gegen die VSG Kleinsteinbach an. Vor heimischem Publikum wollen die Biberacherinnen an die starken Phasen der vergangenen beiden Begegnungen anknüpfen und zu Hause die nächsten Punkte sammeln. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr in der Wilhelm-Leger-Halle. Die Gegnerinnen aus Kleinsteinbach mussten zum Saisonstart bereits zwei Niederlagen hinnehmen und werden daher ebenfalls alles geben, Zählbares nach Hause zu nehmen. Die Biberacherinnen erwarten daher ein weiteres umkämpftes Spiel.
DJK Schwäbisch Gmünd : TG Biberach
3:2 (25:18, 25:23, 13:25, 17:25, 15:10)
TG: Arendt, Bein, Böhme, Fels, Gnann, Habrik, Hofmann, Keese, Kohler.

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