Die Volleyballerinnen der TG Biberach haben sich im Derby gegen den VfB Ulm trotz einer 1:3-Niederlage (25:22, 21:25, 22:25, 21:25) stark präsentiert. Gegen den Tabellenführer und Drittliga-Absteiger zeigte der Regionalliga-Aufsteiger eine mutige Leistung und verlangte den Gastgeberinnen über vier umkämpfte Sätze alles ab. Überschattet wurde die Begegnung allerdings von mehreren Verletzungen auf beiden Seiten.
Die Ausgangslage vor dem Derby war klar: Während der VfB Ulm als Drittliga-Absteiger und Tabellenführer in die Begegnung ging, konnte die TG Biberach als Aufsteiger ohne großen Druck aufspielen. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Mittelblockerin Larissa Böhme erwischten die Gäste einen hervorragenden Start. Von Beginn an agierte die Mannschaft konzentriert und mutig, setzte Ulm mit druckvollen Aufschlägen unter Druck und überzeugte mit einer stabilen Annahme und Abwehr. Diese bildeten die Grundlage für eine variable Passverteilung und ein effektives Angriffsspiel. Insbesondere im Aufschlag zeigte sich die TG im Vergleich zur Vorwoche verbessert und machte deutlich weniger Eigenfehler. Die Biberacherinnen hielten das hohe Niveau bis zum Satzende und belohnten sich mit einem verdienten 25:22-Satzgewinn. Bereits im ersten Durchgang musste Ulm allerdings den verletzungsbedingten Ausfall von Julika Schmidt verkraften.
Auch im zweiten Satz knüpften die Gäste zunächst nahtlos an ihre starke Leistung an. Eine Aufschlagserie von Franziska Arendt bescherte der TG einen furiosen 5:0-Start. Mit viel Spielfreude, Entschlossenheit und Angriffsdruck bauten die Biberacherinnen ihren Vorsprung weiter aus. Beim Stand von 8:2 folgte jedoch der Schock: Die bis dahin überragend aufspielende Calla Hofmann verletzte sich am Knie und konnte die Partie nicht fortsetzen. Trotz des verletzungsbedingten Rückschlags hielt die TG den Druck zunächst aufrecht, doch nach und nach schlichen sich Unsicherheiten ins Spiel ein. Die erfahrenen Ulmerinnen nutzten diese Phase konsequent, kämpften sich Punkt für Punkt zurück und drehten den Satz noch zu ihren Gunsten. Mit 25:21 ging der zweite Durchgang an die Gastgeberinnen.
Nach einer zehnminütigen Pause entwickelte sich auch im dritten Satz ein ausgeglichenes und umkämpftes Spiel. Die Biberacherinnen ließen sich von den Rückschlägen nicht entmutigen und zeigten eindrucksvoll, dass sie in der Regionalliga zu Recht ihren Platz gefunden haben. Beide Mannschaften lieferten sich intensive Ballwechsel, wobei Ulm meist einen kleinen Schritt voraus war. Erneut wurde die Begegnung von einer Verletzung auf Ulmer Seite überschattet, als mit Sarah Lindenthal eine weitere Spielerin mit einer Knieverletzung ausfiel. Am Ende behielt der Tabellenführer dennoch mit 25:22 knapp die Oberhand.
Auch im vierten Durchgang blieb die TG Biberach ein unangenehmer Gegner. Mit großem Kampfgeist, einer engagierten Abwehrleistung und sehenswerten Angriffsaktionen hielten die Gäste die Begegnung weiterhin offen. Immer wieder entwickelten sich lange und spektakuläre Ballwechsel. In den entscheidenden Momenten agierten die Ulmerinnen jedoch etwas abgeklärter und sicherten sich mit 25:21 schließlich den Satz und damit den 3:1-Erfolg.
Trotz der Niederlage überwog auf Biberacher Seite der Stolz über die gezeigte Mannschaftsleistung. Die TG hatte sich gegen den favorisierten Tabellenführer teuer verkauft, über weite Strecken auf Augenhöhe agiert und den Drittliga-Absteiger zu einer kämpferischen Leistung gezwungen. Besonders bemerkenswert war dabei, dass die Mannschaft auch nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Calla Hofmann nicht aufgab und weiterhin mutig aufspielte. Die Außenangreiferin wurde für ihre bis zur Verletzung herausragende Leistung zur wertvollsten Spielerin (MVP) der TG Biberach gewählt.
Bereits am kommenden Sonntag bietet sich für die TG Biberach die nächste Gelegenheit, an diese Leistung anzuknüpfen. Um 15 Uhr empfängt die Mannschaft in heimischer Halle das punktgleiche Team des Tübinger Modells. Tübingen musste sich ebenfalls im Derby gegen den TV Rottenburg mit 1:3 geschlagen geben und wird am Sonntag alles daran setzen, wieder zu punkten. Ziel der TG ist, den Schwung und die Spielfreude aus dem Derby mitzunehmen und vor heimischem Publikum erneut eine überzeugende Leistung abzurufen. Mit einem hoffentlich wieder breiter aufgestellten Kader und zusätzlichen Wechselmöglichkeiten wollen die Biberacherinnen die nächsten Punkte in der Regionalliga sammeln.
VfB Ulm : TG Biberach
3:1 (22:25, 25:21, 25:22, 25:21)
TG: Arendt, Bein, Bergendahl, Fels, Gnann, Habrik, Hofmann, Hornung, Keese.

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