Die Pokalsensation blieb am vergangenen Mittwoch für die Oberliga-Volleyballerinnen der TG Biberach aus. Gegen die Drittliga-Mannschaft des MTV Ludwigsburg unterlag die TG im Halbfinale des VLW-Pokals in einem umkämpften Spiel mit 1:3 (25:15, 9:25, 20:25, 16:25). Trotz allem haben sich die Biberacherinnen teuer verkauft und konnten die Gäste phasenweise ordentlich unter Druck setzen.
Co-Trainer Peter Baur übernahm in Abwesenheit von Dirk Lafarre das Coaching und konnte auf einen breiten Kader zurückgreifen. Mit dem Ziel, Spaß zu haben und befreit aufzuspielen, starteten die Biberacherinnen überraschend gut in die Partie. Vom ersten Punkt an überzeugte die TG in allen Spielaktionen und ließ dem MTV kaum eine Chance. Druckvolle Aufschläge sowie eine hervorragende Block-Feldverteidigung trugen zu einer frühen Führung bei, welche bis zum Satzende gehalten werden konnte. Ludwigsburg fand keine Lösungen im Angriff und musste den ersten Satz unerwartet deutlich mit 25:15 an den Underdog abgeben.
Das Niveau konnten die Biberacherinnen im zweiten Durchgang leider nicht halten. Ludwigsburg fand nun besser ins Spiel und steigerte sich vor allem im Aufschlag. Die druckvollen und platzierten Aufschläge verunsicherten den Annahmeriegel der TG, wodurch kein sauberes Spiel aufgebaut werden konnte. In der Folge glich der MTV mit 25:9 aus.
Die Gastgeberinnen ließen sich vom Satzverlust aber keinesfalls verunsichern. Im dritten Satz überzeugten sie wieder mit einer mutigen und sehr engagierten Spielweise. Die knappe Führung zur Mitte des Satzes konnte aber leider nicht ins Ziel gebracht werden. Trotz großem Kampfgeist ging auch dieser Satz mit 20:25 an den Drittligisten.
Auch im vierten Satz kämpften die Biberacherinnen aufopferungsvoll und konnten immer wieder Akzente durch starke Abwehraktionen sowie druckvolle Angriffsschläge setzen. Allerdings machte sich gegen Ende des Satzes doch der Klassenunterschied im Kräfteverhältnis und der Annahme bemerkbar. Verdient sicherte sich der Favorit aus Ludwigsburg auch diesen Satz mit 25:16 und damit das Finalticket des VLW-Pokals.
Trotz der Niederlage waren die Biberacherinnen nicht enttäuscht. Den Zuschauern wurde ein hochklassiges Volleyballspiel geboten, wobei es an Engagement und Kampfgeist keineswegs fehlte. Gegen den Sechstplatzierten der Dritten Liga Süd hatten sich die Spielerinnen um Peter Baur teuer verkauft.
Nun gilt der Fokus dem nächsten Ligaspiel. Am 07. März empfangen die Blau-Gelben um 20 Uhr den SSV Ulm zum Derby. Mit einem Sieg kann sich das Team bereits am drittletzten Spieltag den Meistertitel der Oberliga Württemberg sichern und wird alles daran setzen, das Saisonziel zu erreichen.
TG Biberach : Barock Volleys MTV Ludwigsburg
1:3 (25:15, 9:25, 20:25, 16:25)
TG: Arendt, Bein, Berg, Bergendahl, Degraf, Fels, Gnann, Habrik, C. Hofmann, E. Hofmann, Kohler, Winter, Willmann.

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