Die Volleyballerinnen der TG Biberach haben im ersten Rückrundenspiel der Oberliga den MTV Stuttgart IV mit 3:0-Sätzen geschlagen. Mir diesem Pflichtsieg bleibt die TG eine Woche vor dem Spitzenspiel in eigener Halle gegen die TSG Backnang Tabellendritter – einen Punkte hinter Backnang, zwei hinter Spitzenreiter SV Fellbach. Trotz dreier Ausfälle ließ die TG den Mädchen aus der Landeshauptstadt keine echte Chance.

Die Stützpunktmannschaft aus Stuttgart, die hauptsächlich aus Spielerinnen zwischen 13 und 15 Jahren besteht, spielt in dieser Saison nur Auswärtsspiele und so waren sie für die Biberacherinnen bisher unbekannt. Auch weil Stuttgart noch keines seiner vier Spiele gewinnen konnte, war die Favoritenrolle klar verteilt. Jedoch war die TG gewarnt. Die dreiwöchige Weihnachtspause und auch die schlechten Wetterverhältnisse führten dazu, dass die TG in der ersten Woche des Jahres nur einmal trainieren konnte.

Das Spiel begann im ersten Satz ausgeglichen. Durch die druckvollen Aufschläge von Annika Rueff und ein funktionierendes Spiel in Annahme und Angriff konnte sich die TG mit 10:5 absetzen. Die Führung baute die TG bis zum Ende des Satzes aus und gewann den ersten Durchgang mit 25:17. Druckvolle Aufschläge und eine gute Feldabwehr, vor allem durch Marina Kimmich, sorgten im zweiten Satz für die nötigen Punkte. Dadurch wurde die Führung auf 23:15 ausgebaut. Durch Unkonzentriertheiten bei der Annahme machte Stuttgart sechs Punkte in Folge, ehe dann doch der Satzball für die TG gelang.

Starke Angriffsbälle

Im dritten Satz wurden alle Ergänzungsspielerinnen der TG eingewechselt. Insbesondere Pauline Kemper bewies mit starken Angriffsbällen, dass Trainer Stefan Hecht jederzeit auf sie bauen kann. Die TG holte sich auch diesen Satz mit 25:16. Hecht zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Dafür, dass wir vor dem Spiel wenig Ballkontakte hatten, haben wir es sehr gut gemacht. Man hat zwar gesehen, dass wir noch Probleme in der Block-Feldverteidigung hatten, jedoch waren wir in den Aufschlägen sehr stabil und druckvoll.“ Allerdings musste auch der Trainer einräumen, dass die Stützpunktmannschaft aus Stuttgart kein echter Maßstab ist. „Wir haben aber Selbstvertrauen getankt für die Aufgaben, die jetzt anstehen.“

Besonders lobte Stefan Hecht seine jüngste Spielerin, Außenangreiferin Leonie Matousek, die das gesamte Spiel überzeugte: „Leonie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Sie wird ihren Weg gehen, wenn sie weiterhin so unbekümmert spielt.“ Stefan Hecht gefiel auch, dass variabel und über die Mittelblocker gespielt wurde, was in den vergangenen Spielen bisher noch nicht so gelungen war.

„In der kommenden Woche werden wir viel an der Abstimmung arbeiten“, so Hecht. Auch Libera Marina Kimmich stimmt ihm zu: „Wir haben gut gespielt, obwohl wir nur einmal trainiert haben. Es hat uns jetzt aber auch gut getan, dass wir nach der Niederlage gegen Fellbach wieder direkt mit einem Sieg in die Rückrunde starten konnten.“ Im Ausblick auf das Topspiel gegen Backnang wünschen sich beide, dass die Mannschaft auch dann die Annahme so stabil und präzise spielt, dass die Angriffspositionen wieder variabel eingesetzt werden können. Stefan Hecht will zudem darauf hinwirken, dass das Team in dieser Begegnung vor heimischer Kulisse noch leidenschaftlicher und emotionaler spielen wird, sodass die gesamte Mannschaft noch einmal geschlossen „eine Schippe drauflegen“ kann.

Paui

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