Am Punktgewinn nur geschnuppert

Das Oberligateam der TG Biberach unterlag am Samstagabend im Derby bei der TG Bad Waldsee mit 1:3 (25:23; 31:33; 17:25; 12:25). Mit Jana Gönner, Deborah Stephan und Linnéa Müller standen in Waldsee einige Spielerinnen nicht zur Verfügung. Zudem musste das Team um Dirk Lafarre kurzfristig auf Tabea Willmann (krank) und Mittelblockerin Juliane Scholz verzichten, die sich im Training einen Kreuzbandriss zuzog. Trotz der verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle spielten die Biberacherinnen zumindest im ersten Teil des Matches ein souveränes Spiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Bad Waldsee.

Wie man es sich von einem Derby erhofft, lieferten sich beide Teams von Beginn an einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Biberacherinnen schafften es, sich in der Mitte des ersten Satzes einen kleinen Vorsprung herauszuarbeiten. Abschütteln lassen wollten sich die Spielerinnen der TG Bad Waldsee jedoch nicht. So kam es in der Crunch-Time zum Kopf an Kopf Rennen mit dem besseren Ende für Biberach (25:23). 

Der Satzgewinn im Rücken tat den Mädels aus Biberach sichtlich gut. Auch in Satz zwei erarbeiteten sie sich einen Vorsprung. Doch ähnlich wie im ersten Satz warfen die Gastgeberinnen alles in die Waagschale, brachten neue Spielerinnen von der Bank und kämpften sich stark zurück. So wurde das Satzende zum echten Derby-Krimi mit mehreren Satzbällen auf beiden Seiten. Biberach schnupperte am Punktgewinn im Derby, Waldsee wollte dies unbedingt verhindern. Lange Ballwechsel, spektakuläre Rettungsaktionen und beeindruckende Angriffe sorgten für ein sehr unterhaltsames Spiel. Am Ende gelang es den Waldseerinnen, den Satz mit 33:31 für sich zu entscheiden.

Zu Beginn von Satz drei schien es, als würden sich die Biberacherinnen davon nicht beeindrucken lassen. Erneut erarbeiteten sie sich zu Satzbeginn eine Führung über vier Punkte. Doch den Waldseerinnen gelang es durch starke Aufschläge das Biberacher Spiel ins Wanken zu bringen. Die Eigenfehler auf Seite der Biberacherinnen häuften sich. Zudem wurden im Angriffsspiel keine guten Lösungen mehr gefunden. Somit ging auch Satz drei nach Bad Waldsee (17:25). 

Obwohl der Kader durch Marie Habrik von Damen 2 und Sabine Ludwig von Damen 3, die einen klasse Job machten, aufgefüllt wurde, fehlten die Wechseloptionen und die Kräfte der Biberacherinnen schwanden. Im letzten Satz versuchte das Team nochmal irgendwie zurückzukommen. Doch Waldsee zeigte sich entschlossen, nichts mehr anbrennen zu lassen und holte sich durch die letzten beiden souveränen Sätzen die drei Punkte. 

Dennoch können die Biberacherinnen stolz auf ihre gezeigte Leistung in den ersten zweieinhalb Sätzen sein. Nun gilt es, diese Leistung konstant aufs Spielfeld zu bringen, um aus derartigen Spielen in Zukunft Punkte mitnehmen zu können.

Bis Weihnachten stehen noch vier Spiele im Kalender, in denen die Biberacherinnen unbedingt wieder punkten möchten, um den Platz im Tabellenmittelfeld zu halten und den Abstand nach oben nicht zu groß werden zu lassen. Schon kommenden Samstag, 02.12., findet das nächste Heimspiel gegen SV Holzgerlingen in der Wilhelm-Leger-Halle statt. Mit den Fans im Rücken will die TG die weiße Weste in eigener Halle anbehalten. 

TG Biberach – TG Bad Waldsee: 25:23; 31:33; 17:25; 12:25

Für die TG spielten: Arendt, Gerstmann, Gnann, Julia Gönner, Habrik, Hornung, Jakob, Keese, Ludwig, Winter.

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