Die Oberliga-Volleyballerinnen der TG Biberach haben das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten MTV Ludwigsburg verloren. Nach einer Stunde und zehn Minuten Spielzeit hieß es 0:3 (19:25, 20:25, 11:25) aus TG-Sicht, wodurch Biberach weiter auf den ersten Sieg wartet.
Schon zu Beginn des ersten Satzes hing Biberach zeitweise dem Gegner hinterher. Immer wieder waren es Annahmeprobleme die dazu führten, dass das Spiel nicht weiter aufgebaut werden konnte oder der nötige Druck im Angriff fehlte. Hinzu kam fehlende Cleverness, um zu punkten. Erst in der Satzmitte fand die TG immer besser ins Spiel. Durch druckvolle Angriffe kam die TG näher an Ludwigsburg heran, der Satz ging dennoch mit 25:19 an die Gäste.
Umstellung funktioniert nicht
Zu Beginn des zweiten Durchgangs verlief das Spiel deutlich ausgeglichener. Doch Mitte des Satzes bekam die TG einen Durchhänger. Wieder waren es vermehrt Annahmeprobleme und fehlende Cleverness sowie fehlender Druck im Angriffs- und Aufschlagspiel. Erst kurz vor Schluss des zweiten Satzes kam der Kampfgeist der Biberacherinnen wieder zum Vorschein. Dieser reichte aber nicht aus, um den Satz noch zu gewinnen. So folgte im dritten Durchgang eine taktische Umstellung durch die TG-Trainer Stefan Hecht und Gerd Kehm. Pauline Kemper spielte nun nicht mehr auf der gewohnten Diagonalposition, sondern wurde auf die Mitte gesetzt. Dadurch sollte mehr Druck über das schnelle Spiel in der Mitte zum Erfolg führen. Doch die ungewohnte taktische Umstellung führte nicht zum gewünschten Ziel. Unsicherheiten häuften sich und so konnte kein Spielfluss entstehen. Die TG musste von Anfang an um jeden Punkt kämpfen, da die Annahme teilweise einknickte und vorn am Netz nicht die gewünschten Punkte erzielt werden konnten, wodurch leichte Fehler entstanden. Satz drei ging letztlich mit 11:25 verloren, die TG-Niederlage war besiegelt.
Jetzt heißt es vor dem nächsten Spiel in der nächsten Woche gegen den VfB Ulm, neue Kraft zu schöpfen und im Training neue taktische Umstellungen auszuprobieren. „Die Mannschaft und Trainer sind enttäuscht darüber, dass es nicht gelungen ist, die tollen Ansätze im Spiel gegen Horgenzell erneut abzurufen. Wieder einmal sind wir an uns selbst und den einfachen Fehlern gescheitert“, so Co-Trainer Gerd Kehm. „Wir werden in Ruhe überlegen, wie wir diese Schwachstellen durch Änderungen der Trainingsschwerpunkte abstellen können.“ Die Mannschaft steckt nach der Niederlage jedoch den Kopf nicht in den Sand: „Phasenweise konnten wir gut mitspielen. Leider hat uns immer das Quäntchen Kraft, Cleverness und auch Glück gefehlt um einen Satz für uns zu bestimmen“, so Spielführerin Franziska Müller. „Jedoch hilft uns unser guter mannschaftlicher Zusammenhalt weiter mutig aufzuschlagen und für das nächste Spiel neue Kraft zu finden.“
TG Biberach – MTV Ludwigsburg 0:3 (19:25 20:25 11:25). TG: Winter, Stärk, A. Gnann, Traub, Müller, Geiger, Ludwig, Zeifang, Padial, S. Gnann, Kemper

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