Die Biberacher Volleyballerinnen siegen gegen den TSV Georgii Allianz Stuttgart mit 3:1 (23:25/ 25:15 / 25:16 / 25:18) und dürfen für eine Nacht auf Tabellenplatz eins übernachten

Am Samstagabend empfingen die Volleyballerinnen der TG Biberach den TSV Georgii Allianz Stuttgart. Vor heimischem Publikum holten die Biberacherinnen nach vier Sätzen in knapp eineinhalb Stunden die 3 Punkte, die sie zumindest über Nacht an die Tabellenspitze der Oberliga brachten.
Der erste Satz startete holprig für die Damen der TG. Sie wirkten aufgeregt und machten den Gästen etliche Geschenke. Insgesamt 14 Eigenfehler der Biberacherinnen füllten nach und nach das Punktekonto der Stuttgarterinnen. Trainer Stefan Hecht und Co-Trainer Gerd Kehm versuchten durch Auszeiten und Spielerwechsel die TG zurück auf Spur zu bringen. Trotz 19:24 Rückstand und somit sechs Satzbällen für die Stuttgarterinnen, wollte die TG den Satz noch nicht verloren geben. Die leidenschaftliche Aufholjagd startete. Sie wurde schließlich von einer Stuttgarter Auszeit unterbrochen, nach der die Stuttgarterinnen durch einen taktischen klugen Linienangriff den Sack beim Spielstand von 23:25 zu machten.
Ab dem zweiten Satz war bei der TG mehr Leidenschaft zu sehen. Der knapp verlorene erste Satz schien die Biberacher Spielerinnen endgültig geweckt zu haben. Die Eigenfehlerquote wurde gesenkt, die Damen der TG schlugen aggressiv auf und setzen den Gegner somit bereits bei der Annahme wesentlich mehr unter Druck. Beim Spielstand von 10:15 hatte Stuttgart bereits die zweite Auszeit genommen und versucht die TG aus dem Konzept und die eigenen Spielerinnen wieder besser ins Spiel zu bringen. Die Heimmannschaft lies sich allerdings nicht aus dem Bahn bringen und holte sich konsequent den Satzgewinn mit 25:15.
Die Stuttgarterinnen zeigten starke Aufschläge und viel Erfahrung: Sie machten Löcher im Abwehrspiel der TG aus und punkteten weniger durch harte als durch sehr platzierte Angriffe. Die Spielerinnen der TG schafften es in der Abwehr oftmals nicht „weich“ genug zu stehen um bei einem erst spät erkennbaren Ball schnell genug an Ort und Stelle zu sein. Gerade zu Beginn der Sätze drei und vier konnten sich die Stuttgarterinnen so etliche Punkte ergattern. Je länger der Satz jeweils ging, umso konsequenter und druckvoller wurde die TG Biberach wieder, wodurch sie sich ab der Satzmitte einen Vorsprung erarbeiten konnte. Auch wenn die Biberacher Damen nicht immer zeigten, wozu sie im Stande sein können, wurden speziell im Angriff die richtigen Entscheidungen getroffen und dem Gegner mit seinem eigenen Mittel, platzierten Angriffen, nach und nach die Punkte abgeluchst. So ging der dritte Satz mit 25:16 und der vierte Satz mit 25:18 an die Heimmannschaft, die sichtlich glücklich über den Sieg und die damit einhergehenden drei Punkte war. Diese Punkte waren nicht nur wichtig, um weiterhin im vorderen Bereich der Tabelle mitzuspielen, sondern verhalf der TG Biberach – zumindest über Nacht – an die Tabellenspitze. Ob und wie lange die Biberacherinnen den Platz als Spitzenreiter genießen dürfen, hing ganz davon ab, wie die Konkurrenz am Sonntag spielte. Der SV Fellbach, der nun nur einen Punkt hinter der TG lag, gastierte in Ditzingen. Die TSG Backnang, die mit drei Punkten Abstand mit einem Sieg wieder punktgleich mit der TG ziehen konnte, war in Bad Waldsee gefordert. Fellbach und Backnang konnten beide ihre Spiele mit jeweils 3:0 gewinnen. Somit bleibt die TG auf Platz 2. Fellbach ist nun mit 2 Punkte Vorsprung in Schlagweite. Backnang liegt nun mit 30 Punkten gleichauf mit der TG, jedoch einen Platz hinter der TG, weil die TG das bessere Satzverhältnis hat. Somit bleibt es an der Tabellenspitze weiterhin spannend.
„Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir so ein Spiel, in dem bei uns nicht alles perfekt geklappt hat, dann doch noch gewinnen. Stuttgart war kein leichter Gegner. Die guten Aufschläge in die Schnittstellen und die Erfahrung im Angriff haben es uns nicht leicht gemacht. Dennoch war die Abstimmung schon wesentlich stabiler als noch vergangene Woche gegen Bad Waldsee“, reflektierte Trainer Stefan Hecht nach dem Spiel. „Wir haben mit wenig Leidenschaft begonnen und mit viel Leidenschaft gewonnen. Nun müssen wir weiter an der Abstimmung arbeiten, denn das Ziel heißt nach wie vor oben mitzuspielen. Am Ende der Saison wäre Platz 3 zu wenig.“ Die Ansage für die verbleibenden sechs Saisonspiele ist somit klar.

Für die TG Biberach spielten: F. Arendt, H. Elsäßer, S. Gnann, M. Kimmich, S. Ludwig, L. Matousek, F. Müller, P. Kemper, A. Rueff, N. Welsch, L. Zeh, A. Zeifang
Spielstand: 3:1 (23:25/ 25:15 / 25:16 / 25:18)

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