Die Oberliga-Volleyballerinnen der TG Biberach haben drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg ergattert. In der heimischen Wilhelm-Leger-Halle schlug die TG den sechstplatzierten TV Rottenburg mit 3:0 (25:19, 25:15, 26:24). Die TG-Frauen bleiben damit weiterhin Tabellenzweiter, zwei Punkte hinter Spitzenreiter Fellbach, der am kommenden Samstag in Biberach gastiert.

Eine Woche vor dem Showdown gegen Fellbach bot sich den Zuschauern gegen Rottenburg zunächst ein ausgeglichenes Spiel, doch durch starke und platzierte Aufschläge konnte sich die TG schließlich absetzen. Satz eins ging mit 25:19 an Biberach. In Durchgang zwei leistete sich die Heimmannschaft mehr Fehler, wodurch es zunächst wieder ausgeglichen zuging. Durch eine Aufschlagserie von Außenangreiferin Annika Rueff konnte die TG dann aber auf acht Punkte davonziehen und den Satz schließlich mit 25:15 für sich entscheiden.

Im dritten Durchgang nahm TG-Trainer Stefan Hecht einige Änderungen in der Aufstellung vor. Für Rueff kam Natali Welsch aufs Feld, in der Mitte setzte Hecht auf Sabine Ludwig. Anfangs konnte die TG über die Außenpositionen nicht punkten, verlor aber durch platzierte Angriffe von Mittelblockerin Ludwig nicht den Anschluss. Der TVR erarbeitete sich durch die starke Außenangreiferin Alena Jung einen Vorsprung, was die Biberacherinnen aber nicht entmutigte. Gute Aufschläge von Zuspielerin Franziska Arendt und eine souveräne Abwehrarbeit ließen die TG erneut aufschließen. Die TG-Frauen behielten bis zum Schluss die Nerven und Diagonalangreiferin Pauline Kemper machte den entscheidenden Punkt zum 26:24 – der 3:0-Erfolg war besiegelt.

Steigerung gegen Fellbach nötig

Mannschaftsführerin Franziska Müller lobte insbesondere die Willenskraft und die Nervenstärke der gesamten Mannschaft. „Wir haben phasenweise sehr gut gespielt und waren den Rottenburgerinnen lange Zeit emotional überlegen.“ Dennoch musste man wieder zu viele eigene Fehler hinnehmen. Nun muss sich das Team gegen Fellbach steigern, Fehler müssen vermieden werden. „Unsere harte Block-Feld-Verteidigung haben die Rottenburgerinnen oft durch leichte Angriffe und platzierte Leger ausgenutzt.“

Trainer Stefan Hecht stimmt in großen Teilen seiner Mannschaftsführerin zu, hat allerdings erneut an die Mädels appelliert, dass 90 Prozent Aufwand nicht reichen. „Alena Jung hat aufseiten des TVR das Spiel gemacht und wir haben zu lange gebraucht, sie in den Griff zu bekommen“, analysierte der Coach. „Den Matchplan, weich zu verteidigen, haben wir nicht so schnell wie erhofft umgesetzt bekommen.“

Gegen Tabellenführer Fellbach müssen die Volleyballerinnen am Samstag alles geben, um sich durchzusetzen und am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Das ist Mannschaft wie Coach bewusst. Fellbach ist ein ganz dicker Brocken, was das Team auch beim klaren 3:0-Erfolg in Ulm erneut unter Beweis stellte, aber der Tabellenführer ist nicht unschlagbar.

Hecht will in der Trainingswoche vor allem an der Annahme und am Aufschlag arbeiten: „Wir müssen schauen, dass wir handlungs- und reaktionsschnell bleiben. Ich glaube, wir spielen die beste Block-Feld-Verteidigung in der Liga.“ Aber es gebe natürlich auch noch Defizite, räumt der Trainer ein. „Wir machen zu wenig Druck, und wenn wir Druck machen, dann fehlerhaft. Dies wird vor allem ein wichtiger Bestandteil im Spiel gegen Fellbach sein.“

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