Mit dem Heimspiel gegen den ewigen Konkurrenten SSV Ulm 1846 starten die Volleyballerinnen der TG Biberach am Samstag (Spielbeginn 19.30 Uhr) in der Wilhelm-Leger-Halle in die neue Saison der Oberliga Baden-Württemberg.

Vier Zugänge und nur ein Abgang haben das Gesicht der Mannschaft leicht verändert. Pauline Kempter hat die TG verlassen und sich jetzt kurzfristig dem Regionalligisten TV Villingen angeschlossen. „Das ist sportlich schon ein Verlust für uns, jetzt spielt Pauline halt woanders“, hat TG-Trainer Stefan Hecht diese Causa in den vergangenen Monaten abgehakt. Ebenso wie sein Team, das vor allem durch Charlotte Elsäßer vom Ligakonkurrenten TV Rottenburg verstärkt wurde. Dazu kommen die erst 15-jährige Cora Liebherr vom VfB Friedrichshafen sowie Mona Branz und Leonie Zeh aus dem eigenen Nachwuchs. „Die drei werden bei uns mittrainieren, aber in der zweiten oder dritten Mannschaft ihre Spiele bekommen“, beschreibt Hecht seine Philosophie.

Charlotte Elsäßer, die ältere Schwester von Henriette Elsäßer, die schon bei der TG spielt, soll dagegen fest im Oberligateam als Außenangreiferin eingesetzt werden. „Ich bin froh, dass ich in Biberach bin. Das Training hier ist ein wenig strukturierter und die Ziele sind klar formuliert“, sagt die 20-Jährige.

Das Ziel des Trainergespanns Stefan Hecht und Gerd Kehm ist ein Platz unter den ersten Drei, weil die Mannschaft erfahrener sei als in der vergangenen Saison. Zudem sei der Teamgeist nicht zu toppen. „Und wir haben sehr gut gearbeitet in der rund zweimonatigen Vorbereitung, auch wenn jetzt am Ende noch ein paar Wehwehchen dazugekommen sind“, ist Stefan Hecht sehr zufrieden mit den vergangenen Wochen. Wöchentlich zwei Einheiten im Team plus Individualtraining standen auf dem Programm. Lediglich zwei Wochen in den Sommerferien hatten die Spielerinnen Pause, weil die Halle zu war.

Chance auf Wiedergutmachung

Auch die Vorbereitungsspiele, von denen die TG keins verloren hat, geben Anlass zur Hoffnung. „Diese Ergebnisse dürfen wir aber nicht überbewerten, was zählt ist ein Sieg gegen Ulm am Samstag und ein guter Start in die Liga.“ Und der ist durchaus realistisch, wenn die Mannschaft die Trainingsleistungen auf das Parkett bringt. „Wir wollen das Endspiel der letzten Saison gutmachen und gleich im ersten Spiel einen Heimsieg einfahren. Wenn wir unseren starken Mannschaftszusammenhalt und unser Können aufs Feld bringen, werden wir dies auch schaffen. Für uns wird es wichtig sein, gleich zu Beginn 100 Prozent zu geben“, freut sich Kapitänin Franziska Müller auf das erste Spiel gerade gegen die Ulmerinnen. Nämlich genau gegen diesen Gegner hat man sich in der vergangenen Saison mit einer Heimniederlage alle Chancen auf den möglichen Regionalligaaufstieg selbst genommen.

„Wie viele Teams ist auch Ulm in dieser Saison eine Wundertüte“, sagt Hecht. Er wisse erst beim Einspielen, wer endgültig für den Gegner aufläuft. So ist zum Beispiel die Ex-Biberacherin Alisa Schwindt noch auf dem Mannschaftsfoto des SSV Ulm, aber bereits in der Kaderliste des Ortsrivalen VfB Ulm vertreten.

Ob Zuspielerin Franziska Arendt, von der Hecht sehr viel hält, wegen einer Verletzung auf dem Parkett für die TG stehen kann, ist ebenso noch unsicher wie der Einsatz von Sabine Ludwig, die über Probleme am Sprunggelenk klagt. „Ich gehe aber schon davon aus, dass wir am Samstag mit der besten Mannschaft antreten und gleich ein Signal Richtung Konkurrenz in der Liga senden können“, sagt Hecht. Diese Botschaft gilt insbesondere dem SV Fellbach, der ebenso wie die TG in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg in die Regionalliga gescheitert ist. „Fellbach wird auch in diesem Jahr mit das Maß der Dinge sein“, ist Hecht überzeugt.

Bericht von Michael Mader

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