Aufgrund der Corona Pandemie wurde am 12.03.2020 der Spielbetrieb aller Ligen eingestellt.
Somit endete auch für unsere Damen I eine aufregende Saison auf einem denkbar knappen dritten Platz, nur einen Punkt vor dem Tabellenzweiten Rottenburg. Das Ziel des Aufstieges war bis zu diesem Zeitpunkt immer noch greifbar nah.

Doch leider wurde diesem Ziel auch dieses Jahr ein jähes Ende bereitet. Der überraschende Aufstieg in die Regionalliga des Tabellenzweiten Rottenburg, durch einen freiwilligen Absteiger der Regionalliga, war zudem ein kurzer Schockmoment für die TG. Der vorzeitige Abbruch führte bedauerlicherweise auch dazu, dass es für das Trainergespann Gerd Kehm und Stefan Hecht, die sich beide sich schon seit längerer Zeit dafür entschieden haben, eine Volleyballpause einzulegen, sowie aber auch für unsere Abgänge kein Abschiedsspiel mehr gab.
In den letzten Monaten startete dann für die Abteilung eine lange Suche nach einem Trainer der Oberliga Mannschaft. Immer wieder war man mit Trainern im Gespräch. Doch durch die aktuelle schwierige Lage konnte man keinen Trainer finden.

Ein herber Verlust

Gerd Kehm, der seit nun mehr 41 Jahren in der Volleyballabteilung als Spieler, Trainer und Vorstand tätig ist, entschied sich für eine Volleyballpause, was für die gesamte Volleyballabteilung ein herber Verlust bedeutet. Gerd Kehm war für alle Mannschaften ein wichtiger und ehrlicher Ansprechpartner, sowie ein wichtiger Trainer, der für viele erfolgreiche Tabellenstände bis in die hohen Ligen verantwortlich war. Zuletzt agierte er vor allem als Co-Trainer der Damen I Mannschaft und war hier vor allem für seine ruhige und besonnene Art, sowie für sein grandioses Technik Training bekannt und vor allem beliebt.
Gerd, wir wünschen dir für deine Volleyballrente alles Gute und ganz viel Ruhe und Zeit in und mit deiner Familie und hoffen, dass wir dich schon bald mit einem Comeback in der Abteilung feiern dürfen!

Überraschende Wende

Erfreulicher- und überraschender Weise konnte man den bereits verabschiedeten Stefan Hecht noch einmal für eine weitere Saison bei der TG gewinnen. Wir freuen uns riesig, dass Stefan ein weiteres Jahr Teil der Abteilung bleibt und sind darüber sehr dankbar!
Wir haben Stefan Hecht hierzu ein paar Fragen gestellt:

Warum hast du dich doch noch einmal für die TG entschieden:
„Es hat sich durch die Coronapandemie nicht abgeschlossen angefühlt. Gerne hätte ich vor allem Gerd Kehm einen anderen Abgang gewünscht. Dadurch dass der Kontakt zu ein paar Spielerinnen nicht Abriss und ich auch immer wieder Kontakt zu Patrick hatte, hab ich auch mitbekommen wie schwierig sich die Suche nach einem Nachfolger gestaltet. Ich hatte dann mehrere Angebote von anderen Vereinen. Ein Abschlussgespräch mit Vorstandsmitglied Thomas Kimmich hat mich dann dazu bewegt bei der TG den Weg erst einmal weiterzugehen und hier weiter etwas aufzubauen. Die Pause die ich mir nehmen wollte, entpuppte sich relativ schnell als falsch an, da ich es vermisst habe in der Halle zu stehen.“

Welche Ziele hast du für die kommende Saison?
„Es wird schwierig werden nach den zwei Nackenschlägen der vergangenen Jahre wieder oben anzugreifen. Wir als Verein sind bereit, diese Situation anzunehmen und uns da reinzukämpfen. Viele Teams haben sich verstärkt oder sind zumindest komplett geblieben. Wir haben da einen kleinen Umbruch zu verkraften. Es kommt vor allem darauf an wie sich die Absteiger präsentieren. Burladingen und Backnang sind nicht zu unterschätzen. Dazu müssen wir gerade gegen Aufsteiger mit Herz und Leidenschaft dagegenhalten. Ich bin optimistisch, dass wir unter den ersten vier landen werden können.“

Wie schränkt Corona das Training ein bzw. glaubst du an einen normalen Start?
„Also ich bin mir derzeit sehr unsicher, was einen Ligastart angeht. Ich halte mich mit Prognosen zurück, wünsche mir dennoch einen normalen Start Anfang Oktober.
Natürlich muss man sein Training in ein paar Dingen umstellen. Durch Corona gibt es kein wirkliches Wettkampftraining. Dadurch dass es nicht möglich ist ins Anerobe Training einzusteigen- machen wir viel Techniktraining. Was uns sicherlich gut tut.
Dadurch dass wir mit 10 Personen trainieren dürfen erleichtert es uns mittlerweile den Trainingsumfang enorm. Ich denke, da darf man der Stadt Biberach sicherlich danken, dass sie uns die Möglichkeit geben, unseren Sport in diesem Ausmaß auszuüben.“

Wie sieht die Kaderplanung aus und gibt es Neuzugänge?
„Die Kaderplanung gestaltet sich etwas schwierig. Da wir mit ein paar Spielerinnen Kontakt haben, diese uns aber abgesagt haben. Wir haben derzeit eine Zuspielerin im Training. Wir werden sehen wo die Reise hingeht. Des Weiteren bauen wir die Verzahnung der Jugend in den aktiven Bereich weiter aus. Hier werden die Talente Carlotta Rief und Luisa Pieper an die Oberliga herangeführt. Ich hoffe auch, dass uns Natali Gerstmann erhalten bleibt, sie ist eine erfahrene Spielerin die wir immer wieder gut gebrauchen können und uns auch Halt gibt. Wir sind von der Kaderqualität gut besetzt. Die Mädels machen einen unglaublich fitten und motivierten Eindruck, dennoch wünsche ich mir noch 2-3 Zugänge die uns helfen unsere Ziele zu erreichen.

Welche Abgänge sind zu verzeichnen?
Mit Annika Zeifang verlässt uns eine Schlüsselspielerin die unserem Spiel immer wieder gut getan hat. Wir werden unser Spiel ein wenig umstellen müssen.
Mit Sabine Ludwig geht eine sehr erfahrene Spielerin zu Damen 2 und hilft da die jungen Talente zu integrieren, dies freut mich besonders.
Cora Liebherr geht zurück nach Mimmenhausen, so was ist als Trainer immer schwierig zu kommunizieren, sie ist noch sehr jung und hat ihre Sache sehr ordentlich gemacht. Dennoch sehen wir keine Chance ihr Spielpraxis zu geben, diese benötigt aber eine junge Spielerin um sich weiterzuentwickeln. Thais Padial verlässt und studienbedingt. Menschlich und spielerisch ein großer Verlust. Ich wünsch allen Abgängen weiterhin viel Erfolg, irgendwann wird man sich wiedersehen.“

Eine weitere Änderung wird es auf dem Co-Trainer Stuhl geben. Wir freuen uns sehr, dass Patrick Welcker sich für diesen Posten bereit erklärt hat. Er war schon in den letzten Jahren eine wichtige Stütze für die Mannschaft und nahm schon immer wieder bei den Auswärtsspielen in Vertretung für Gerd Kehm diese Rolle ein.
Bereits verabschiedet wurde Mittelblockerin Franziska Müller, die sich aus privaten Gründen aus dem aktiven Sport zurück ziehen wollte. Nach Gesprächen mit den Trainern entschied sie sich noch einmal dazu der Mannschaft zu helfen und noch eine Saison anzuhängen.
Diese Entscheidung ging auch mit den bereits genannten Abgängen einher.
Mittelblockerin Annika Zeifang, die es studienbedingt nach Bayern zieht, bedankt sich vor allem bei der Mannschaft, Trainern und der Abteilung: „Ich bin von Anfang an in Biberach sehr gut aufgenommen worden, was für mich nicht selbstverständlich ist. Meine erste Saison in der Bezirksliga hat sehr viel Spaß gemacht. Der Wechsel in die Oberliga war für mich noch einmal ein ganz anderes Level, aber mit Stefan als Trainer hatte ich die Chance bekommen, eine enorme Entwicklung zu machen. Ich fand den Zusammenhalt zwischen allen Mannschaften und der ganzen Abteilung toll. Mir hat das Volleyball meine Studienzeit in Biberach versüßt, aber was ich am allerbesten fand, war der Mannschaftszusammenhalt auch außerhalb des Volleyballs. Nun ist die Studienzeit in Biberach vorbei und ich starte meine Masterarbeit in Bayern. Ich hoffe, dass ich auch dort so eine tolle Mannschaft wie euch finde.“


Wir wünschen all unseren Abgängen ganz viel Erfolg für ihre weitere sportliche Zukunft und freuen uns, euch wieder zu sehen. Die Türen bei der TG stehen für euch immer offen!

Abschied

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