Trotz einiger verletzten und kranken Spielerinnen, die nur von der Tribüne aus zuschauen konnten, sowie angeschlagener Spielerinnen auf dem Spielfeld, konnte die Mannschaft um das Trainergespann Stefan Hecht und Gerd Kehm den VC Baustetten immer wieder unter Druck setzen und durch ein stark erspieltes 2:3 (25:21, 23:25, 25:12. 23:25, 15:13) im Tiebreak, einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen. Dabei konnte sich der VC Baustetten den Klassenerhalt in der Volleyball-Oberliga Württemberg der Frauen schon sichern.

Ein Hauch von zweiter Liga wehte an diesem Abend in der Wilhelm-Leger-Halle. Schließlich standen bei Baustetten mit Natalie Welsch, Stefanie Kögel und Anja Gensch drei ehemalige TG-Spielerinnen auf dem Parkett. Bei der TG selbst spielte Nina Rechtsteiner, die vor acht Jahren als 17-Jährige auch Zweitligaluft schnuppern durfte. Und als Co-Trainer bei Biberach fungierte wie eh und je Gerd Kehm. Sein damaliger Trainerkollege Peter Baur und auch Andrea Griesinger, damals ebenfalls im Zweitliga-Kader saßen auf der Tribüne und genossen die gute Stimmung in der Halle.
Das Spiel sollte allerdings vor Beginn unter keinem guten Stern stehen. Verletzungsbedingte Ausfälle und auch die Krankheitswelle erreichte einige der Spielerinnen. Jedoch konnte man mit Marina Kimmich, Leonie Musotter und Carmen Buck starke Damen 2 Spielerinnen in den Kader aufnehmen, die zu jeder Zeit als Auswechselspielerinnen eine super Leistung abrufen konnten.
Zu Beginn des Spiels konnte die TG in den ersten beiden Sätzen schnell eine gute Führung von 7:1 ausbauen. Jedoch konnte die Leistung durch mehrere Eigenfehler und einem starken Block der Damen aus Baustetten, im ersten Satz nicht gehalten werden. Weshalb der Durchgang dann trotz stabilem Vorsprung am Ende mit 21:25 an den VC Baustetten ging. Im zweiten Satz behielt aber die TG den zu Beginn erspielten Vorsprung, durch druckvolle Aufschläge und guten Angriffsaktionen zuerst, bis zum 17:13 bei. Zum Ende hin brach jedoch die Annahme der TG kurz ein, wodurch Baustetten wieder näher kam. Die Mädels der TG behielten aber durch eine geschlossene Mannschaftsleistung die Nerven und konnten den Satz mit 25:23 für sich gewinnen. In den dritten Satz kamen die Mädels von den Trainern Hecht und Kehm nie richtig ins Spiel und mussten den Satz mit 12:25 an den VC Baustetten abgeben. Nach diesem Gewinn des dritten Satzes sah für viele Baustetten schon wie der klare Sieger aus, doch die Mädels der TG bewiesen allen, wie gewohnt das Gegenteil.
Denn nun hieß es im nächsten Satz direkt von Beginn an die Konzentration hoch zu halten und die gewohnte Leistung abzurufen. Trotz eines starken Schlagabtausches in diesem Satz konnte die TG Biberach vor allem immer wieder über das starke Angriffsspiel von Pauline Kemper und der wieder, aus der Verletzungspause zurückgekehrten Jana Traub, punkten. Dadurch hatte die TG am Ende dann die Nase vorne und konnte auch diesen Satz mit 25:23 für sich behaupten.
Anschließend ging es in den Tiebreak. Hier blieben beide Mannschaften lange auf Augenhöhe. Ab dem Seitenwechsel hinkten die TG Mädels jedoch immer etwas hinterher. Kurz konnten sie nochmals an die Führung des VC Baustetten herankommen, mussten dann am Ende aber leider den Satz mit 13:15 und somit auch den Derbysieg an den VC Baustetten abgeben.
Der Trainer des VC Baustetten fasste das gut zweistündige Spiel wie folgt zusammen: „Wir haben heute gewonnen, weil wir unsere Annahmeprobleme in den Anfangsphasen der Sätze in den Griff bekamen und am Ende auch das nötige Glück hatten. Zudem hatten wir nach der Hinspielniederlage noch eine Rechnung offen.“
„Bei uns hat heute die halbe Mannschaft verletzt auf der Tribüne gesessen“, ärgerte sich Gerd Kehm über die Niederlage, war aber gleichzeitig froh, trotz alledem einen wichtigen Punkt gewonnen zu haben. „Da war viel Routine und Cleverness dabei“, meinte Nina die das Spiel der Biberacherinnen phasenweise sehr gut lenkte über die Mädels des BC Baustetten. Und Gerd Kehm fügte hinzu: „Die Mädels haben heute gezeigt, was sie bei uns gelernt haben.“
Auch wieder konnten die Mädels eine super Stimmung dank rund 300 Zuschauer und der eigenen lautstarken Fangemeinde in der Halle genießen. Vielen Dank an dieser Stelle an die vielen Zuschauer und die Brigade!

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