Mit einem 3:0 (25:17, 25:17, 25:16)-Sieg im Gepäck sind die Oberliga-Volleyballerinnen der TG Biberach vom Derby beim SSV Ulm 1846 zurückgekehrt. Für die Mannschaft von Trainer Stefan Hecht war es der dritte Sieg in Folge.

Die TG wirkte von Anfang an fokussiert und startete mit einem 3:0-Lauf. Wie erwartet schlugen die Spatzen aber auch druckvoll auf, wodurch die Ulmerinnen sich einen 6:3-Vorsprung erarbeiteten. Die TG um Kapitänin Franziska Müller ließ sich davon aber nicht verunsichern. Getragen von der Stimmung der mitgereisten Fans eroberte die TG dank ebenso guter Aufschläge und einer konzentrierten Block-/Feldverteidigung die Führung zurück und holte sich Satz eins nach 23 Minuten mit 25:17.
Verteidgung stark – Angriff mutig
Auch in Durchgang zwei lief es für die TG zu Beginn positiv. Einen 1:4-Rückstand wurde in eine 7:4-Führung umgewandelt. Zur Mitte des zweiten Satzes verstärkte TG-Trainer Hecht durch die Einwechslung von Annika Zeifang und Pauline Kemper dann den schon starken Biberacher Block und den Druck im Angriff. Nach dem 15:15-Ausgleich durch die Spatzen kam Biberachs Annika Rueff zum Aufschlag – wenig später hatte sich die TG auf 22:15 abgesetzt. Auch Auszeiten und Wechsel bei Ulm brachten die Biberacherinnen nicht aus dem Konzept. TG-Kapitänin Müller servierte schließlich zum Satzball und Durchgang zwei ging mit 25:17 an die Gäste. In Satz drei blieb es bis zum 8:6 für die TG eng. Mit Annika Zeifang beim Aufschlag, einer starken Block-/Feldverteidigung und mutigen Angriffen setzte sich Biberach hernach jedoch auf 17:6 ab. Die Biberacherinnen agierten danach zwar nicht mehr ganz so konsequent, tüteten mit einem 25:16 aber den Sieg und die nächsten drei Punkte ein.
Ein Höhepunkt dürfte die Partie für die Schwestern Andrea und Sarah Gnann gewesen sein. Andrea Gnann trug bis zur vergangenen Saison noch das TG-Dress und musste sich mit ihrer neuen Mannschaft nun Biberach geschlagen geben. „Biberach hatte eine sehr gute Annahme und war äußerst blockstark. Wir hatten im Angriff fast keine Chance durchzukommen und haben in den entscheidenden Momenten einfach zu wenig Punkte gemacht.“, sagte sie nach dem Spiel. Ihre jüngere Schwester Sarah, die auf TG-Seite als Libera zur starken Biberacher Abwehrleistung beigetragen hatte, war stolz auf den Biberacher Sieg: „Ulm hat stark aufgeschlagen. Doch unsere Annahme und Block-/Feldverteidigung stand. Wir waren druckvoll im Angriff und hatten die bessere Konstanz. Trotzdem haben wir unnötige Punkte hergeschenkt – das müssen wir gegen Backnang besser machen.“
Dem pflichtete TG-Trainer Hecht bei. „Ulm war ein starker Gegner und hat uns viel abverlangt. Wir mussten unser bestes Volleyball zeigen“, sagte er. „In den entscheidenden Momenten war das Momentum auf unserer Seite. Wir hatten wenige Aufschlagfehler und den Mut im Angriff volles Rohr zu gehen.“ Besonders hob er die Leistung von Pauline Kemper hervor, die berufsbedingt derzeit nur wenig trainieren kann: „Paulines Situation ist aktuell nicht einfach. Sie hat auf ihre Chance gewartet und ordentlich Alarm gemacht.“ Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit drei Siegen in drei Spielen befindet sich die TG derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz – punktgleich mit dem Tabellenführer Backnang. Das Spitzenspiel findet am 3. November in Backnang statt.

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